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3 (1853)
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Drmn, Völker, ehrt des Herren Schalten,Ihr Königreiche, betet an!

Er ist der Herr, Er! Laßt ihn walten;Wie Er rhut, so ist'S wohlgcthan!

Seid stille, und erkennet, daß ich Gott bin! Sospricht die Stimme des Herrn aus den Wcltschicksalcn. Wasallseitig und ohne Ausnahme seit vielen Jahren die Völker undFürsten wünschten, ward selten erfüllt. Immer ward cs anders.Die wenigsten begriffen cs. Sie hielten cs für Menschcnwcrk,was Gottes Walten war. So verwandelte sich Vieles. Aberdie thörichtcn Sterblichen wollten es nicht. Sic wähnten, es seikein Heil, kein Segen, als im Alten. Sic wollten die altenZeiten mit Gewalt zurückrufen, und machten sich elender, unddas Neue immer neuer. Was Gottes Arm einmal gebrochenhatte, sollte nicht wieder aufgcbaut werden. Die Fürsten undVölker rangen. Das Alte kam nicht wieder: aber das neueGebäude ward wider Aller Verlangen immer fester und vollen-deter. Umsonst das Toben und Wüthcn der Menschen cS ge-schah, was geschehen sollte, und nicht mehr und nicht weniger.Alles hat seinen Grenzstein. Keiner kann ihn überschreiten. DenGewaltigsten hemmt in seinem Lauf eine unsichtbare Hand.

Seid stille, und erkennet, daß ich Gott bin! Erkennet desHerrn Willen. Ihr beschwöret mit aller eurer Macht und Kunstdie Vergangenheit nicht, daß sie zurückkommc zu euch aus ihremGrabe. Aber das ist die Weisheit, das'Neue zu nehmen undzu benutzen, daß es der Freude, des Friedens, der Stärke, desWohlseins mehr gewähre, als das Alte jemals zu gewährenvermochte. Thöricht sind die, welche das Gute des heutigenTages verschmähen, in Hoffnung des viel Bessern, das noch kom-men könnte; aber noch thörichtcr die, welche das Heutige verach-