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deinen Angen; aber weißt du, ob es das Unglück derer war,die den Unfall litten?

Du bezweifelst Gottes Vorsehung, weil dein beschräntur Geistsie nicht faßt und begreift. Wer Gottes Wcltordnnng beurtheilcnwill, muß selbst 'Gott sein I

Wir tadeln oft, was uns schrecklich zu sein scheint, und da-von wir keine heilsamen Folgen weder für uns noch für die Weltabsehen können, und Ereignisse, die nicht von Menschen herbei-gerufen oder verhindert werden konnten.

Aber nicht Alles, was unserer Einbildungskraft grausenvollerscheint, ist denen so schrecklich, die das Schicksal trugen. Wennein Erdbeben blühende Städte mit tausend glücklichen Geschlech-tern verschlingt wenn ein herabstürzcnder Berg die Bewohnereines ganzen Ländleins zermalmt: welches war denn das größteUnglück bei diesem entsetzlichen Ereignisse? Der Tod allerdieser Einzelnen, ihr schnelles Verschwinden aus dem Reiche derLebenden.-Wie, der Tod? Ist er ein so furchtbares Un-

glück? Ist nicht unser Aller letztes Ziel jene Minute, die unsverwandelt? Sterben nicht nach den wahrscheinlichsten Berech-nungen von der Ungeheuern Zahl der Lebendigen auf Erden ineinem einzigen Tage, aber zerstreut und einzeln in allen Welt-teilen, immer hundert und tausend hin, während hundert undtausend wieder geboren werden? Ist cs ein großes Unglück füruns, wenn wir im gleichen Augenblick mit allen denen, die unsererSeele lieb find, die Verwandlungszeit gemein haben? Stürbenicht gern der zärtliche Gatte mit der entschlummerten Gattinzugleich? Stürbe nicht gern mit dem sterbenden Kinde das blu-tende Mutterhcrz zugleich? Von welchem Unglück, Zweifler,redet ihr nun? Daß Tausende im gleichen Augenblick ver-schwinden? Aber alltäglich verschwinden Tausende an Krank-beiten und andern Zufällen von der Erde. Oder dag Tau-