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daß mancher schreckliche Zufall, der uns in unscrm Leben einsthart ananss, von den herrlichsten Wirkungen auf unser Herz,auf unsere Denkart ward, und daß wir nun dieser bessern, wei-sem Denkart der ruhigen goldenen Lebensstunden viele zu dankenhaben.
Ein in solchen Betrachtungen der weisen Führung des Menschen-geschlechts durch Gottes Hand geübter Christ wird wahrlich durchkeinen Unfall im Leben an seinem Gott und dessen allwaltenderVorsehung irre werden. Für ihn ist kein Ohngefähr, sondernfeste, zur Ueberzcugung gewordene Harmonie im Weltall. Crwird in der Tiefe der Noth zu Gott schreien, und eingedenk,wie oft der kurzsichtige Mensch sich in seinen eifrigsten Wünschenbetrügen kann, zu seinen Gebeten allen hinzusetzcn: Aber,Herr, nicht mein Wille geschehe, sondern der Dei-nige! Er wird sich mit einer Zuversicht, die das verwundeteHerz erquickt, auf Gottes weisen Rath verlassen, wie ein Kind,das, ohne cinzusehen warum, von seinem Vater scheinbar hartbehandelt wird.
Eine andere Quelle menschlicher Zweifel an der ewigen Vor-sehung liegt in der stolzen oder leichtsinnigen Anmaßung un-scrö Verstandes, über das Weltganzc zu urtheilen,indem wir über ein einzelnes Schicksal Nachdenken und träu-men. -Thörichter Sterblicher, du willst über deinen Lebenslauf
sprechen und richten, wie es hätte besser sein können, und kannstnur nicht sagen, welchen Inhalt deine nächste Stunde hat! —Du willst das Dasein einer Alles ordnenden Vorsehung in Zweifelsetzen, weil du cs nicht einsichst, welchen Nutzen dieses oder jenesUnglück, worin Städte und Länder verderben, bringen könne.Aber du kennst vom Weltall nur ein Staubkorn, von der Ewig-keit nur einen Augenblick, und was du Unglück nennst, ist cs in