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3 (1853)
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Wohl und Weh einem blinden Ohngefähr preisgcgebcn, welchesDiesen cmporhcbt, und Jenen ohne Absicht stürzt. Unser Glaubern eine Alles leitende, weise ordnende Vorsehung erscheint unsnur wie ein bloßes Täuschungsmittel des Verstandes, wie einsclbstcrfundenes Bcruhignngsmittel gegen unsere Schmerzen.

Aber prüfen wir uns nur selbst mit rechter Besonnenheit,wir werden bald erkennen, daß nicht die Vorsehung zu wachenund zu handeln aufgehört habe, daß nicht die Gottheit aus derWelt entflohen sei; sondern erkennen werden wir die Ursachen,woher eigentlich der Mangel unsers Vertrauens auf die Vorse-hung, die Schwäche unsers wankenden Glaubens entstanden sei.

Gewöhnlich und wer wird es doch läugncn können?denken die meisten Menschen erst in der Mitte desUnglück's an die helfende Vorsehung. So lange sic inruhigen, glücklichen Umständen zufrieden lebten, fiel cs ihnenselten, oft nie ein, recht lebhaft über die Anordnungen Gottes inden Schicksalen derer, die er ins Leben rief, nachzudcnkcn. Sosicht der Kranke erst auf dem Lager der Schmerzen auf das Glückseiner gesunden Tage zurück. So lange er gesund war, ver-achtete er den Gedanken an Krankheit, und lebte ohne Enthalt-samkeit seinen Vergnügungen, bis sie ihm Gift wurden. Erstwenn die Noth von allen Seiten gegen den versinkenden Men-schen andringt, schlägt er den Blick zum Himmel auf, und fragtunter seinen Leiden: Wacht auch eine Vorsehung für mich?Aber eben in dieser bedrückenden Lage, in dieser bangen Gemüths-vcrfaffung ist er am allerwenigsten gestimmt, sich von den weisenund fortdauernden Führungen der göttlichen Vorsehung recht leb-haft zu überzeugen. Sein Herz ist von andern Dingen zu sehrüberwältigt, um sich ruhigen und anhaltenden Nachforschungenüberlasten zu können. Er denkt nur an das, was er fürchtet,er fühlt nur, was ihn quält; und weil sein bestürmtes Gemüth