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Die Vorsehung.

Psalm 37, S.

Mein Glaube lebt! Gott kann mich nie verlassen,Wenn auch der Hoffnung letzter Anker bricht,

Und wenn die schönsten Freuden mir erblassen:

Verzage nicht!

lind geh' ich oft schon über düstre Pfade,

Unv strahlt in meiner LebcnSnacht kein Licht:

Mich führt die Hand der Vorsehung und Gnade!Verzage nicht!

^s kann Augenblicke und Stunden, cs kann Schmerzenswochengeben, die unfern ganzen Muth beugen, die alle unsere Hoff-nungen auslöschen. Es können sich in manchen Zeiten Schick-sale und Unglücksfälle von allen Seiten wider uns vereinigen,die uns irre machen in unfern heiligsten Ueberzcugungen, undselbst den Glauben unserer Seele an die ewige Vorsehung er-schüttern.

Wir sehen oft Mit Entsetzen den Triumph der Bosheit, unddas Recht unterliegen; wir sehen den rechtschaffenen Christen,der seine Pflichten treu erfüllt, der mit Bescheidenheit in derStille viel Gutes stiftet, wir sehen ihn verkannt, verhöhnt,verläumdet, verfolgt, während irgend ein selbstsüchtiger, schlaueroder gewaltiger Bösewicht in allen seinen Unternehmungen mitGlück begünstigt wird; wir fragen uns selbst mit Zweifel:Wie? wacht über den Sternen nicht das Auge der Vorsehung?

Ach, wie manche fromme, stille, einst glückliche Familie istdas Opfer des Krieges geworden! Was hatte sie verbrochen,daß ihre Wohnung, diese Heimath aller häuslichen Tugenden, ein