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3 (1853)
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re» und Ausrufungen das Schändlichste mit dem Heiligsten ge-mein macht, sondern dich selbst. Du bekennest der Welt mitschamloser Zunge die beklagenswürdige Verwilderung deines Gc-müths, die Häßlichkeit deines Leichtsinns, der auch über das Ehr-würdigste mit frecher Unbesonnenheit hinwcgtändelt; die Unzu-verlässigkeit deines Ja- und NeinwortS, da du jeden AugenblickAlles zu Zeuge» und Bürgen für dich auffordcrst, was dasWeltall Großes und Heiliges hat; die Beschränktheit deines Ver-standes, der nicht erkennt, was er thut, und von der Größe undMajestät der Gottheit die elendesten Vorstellungen haben muß!Dich selbst, nicht Gott, entehrst du; deine eigene Würde, nichtdie göttliche, entweihst du, o Staub, vom Staube gekommen,wie möchte dein Wahnwitz, und wäre er der größte, das Un-endliche und Allhcrrliche entweihen? Wie kann das Aufflicgeneines Sonnenstäubchens das große Tagcsgestirn verdunkeln, wel-ches seine blendenden Strahlen durch die ungcmefsenen Räumedes Himmels auSgicßet, um große Welten zu erwärmen und zubeglänzen?

Der unehrerbietige Gebrauch heiliger Namen wirkt schädlichzurück auf den Sinn des Menschen für Tugend undauf sein religiöses Gefühl. Denn wer sich in solcher an-gestammten oder angenommenen, wirklichen oder erkünstelten Roh-heit gefällt: wie kann der auf die feinere Bildung seines Gcmütheszu allem Edcln, Großen und Schönen recht aufmerksam sein?Wie wäre es auch nur möglich, daß er einen aufgeschlossenenSinn dafür hätte? .Wie kann der in einer Stunde mit wahrerInbrunst zum Vater im Himmel beten, welchen er eine Stundevorher ohne alles Gefühl in den unanständigsten Gelegenheitennannte?

Der Christ, dem sein geistiges Gedeihen hoher Ernst ist, unddaß er in den Augen Gottes angenehm erscheine, kann nur da-