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3 (1853)
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t Volks in Städten und Dörfern veredelt. Dies ist eine Folgeder Nachlässigkeit, mit welcher selbst christliche Diener des Altarsihr wichtiges Amt verwalten, denen genug gethan ist, wenn nurder große Haufe ihren Personen Ehre bezeugt; wenn nur dergroße Haufe die von der Kirche vorgeschriebcnen Pflichten erfüllt,die Tempel besucht, lange Gebete sinnlos herschwatzt, und dieSakramente beobachtet. Es ist Folge der unverantwortlichenNachlässigkeit der Seelsorger, die oft unvorbereitet die heiligenLehrstätten betreten, immer und immer zum Glauben an Gottermahnen, ohne von der Majestät Goktes würdige Vorstellungenerwecken zu können; immer und imnnrr an das Verdienst Zcsu,oder an die Fürsprache der Heiligen erinnern, ohne die Pflichtendeutlich zu entwickeln, wie man sich durch gottgefälligen Wandelund durch ein Leben in Jesu Geist und That der ewigen Gnadenicht unwürdig machen müsse.

Diese Unwissenheit des Volkes in göttlichen Dingen undPflichten erzeugt jene verachtungswürdige Rohheit, von der wiralltäglich Zeuge sein können; jene Rohheit, die vor der Ruthebebt, die sie sieht, aber des Unsichtbaren spottet; mehr auf denAugenblick sieht, der da ist, als an die Ewigkeit denkt, die nochkommen soll; mehr aus Furcht vor der Hölle, als aus Liebe zumHimmel Verbrechen unterläßt.

Achnlich dieser Verwilderung des Gemüths, die aus Unwissen-heit entsteht, ist jene Rohheit unsittlicher Menschen aus höhernStänden, welche in aller Kunst und Wissenschaft des LebensUnterricht empfingen, aber nicht in dem, was eigentlich dasGöttliche in ihnen angcht, und die Veredlung ihres Geistes fürdas ewige Sein. Sie dünken sich weiser und größer, die schwa-chen Thoren, als andere Menschen, wenn sie deren Religionverhöhnen. Sie meiden das Böse nur um der Schande willen;sic thun das Gute nur des Vortheils wegen; sic halten die

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