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3 (1853)
Seite
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und fluchen bei ihm, als müsse er ein Gehilfe ihrer Frechheitsein. Ja, die gleichen Menschen, welche vor dem Namen ohn-mächtiger Wesen, Fürsten geheißen, erzittern, treiben ihren Spottmit dem Namen des Beherrschers vom Weltall! Die gleichenMenschen, welche aus Demuth vor ihren obrigkeitlichen Personenkriechen, wenn sie mit ihnen reden, plaudern ihre Anreden undGebete zu Gott lachend, mit unanständiger Zerstreuung, ohneein Zeichen von Ehrerbietung her, als wäre im Himmel und ansErden kein Gott, und das Gebet zu ihm nur ein sinnlosesPossenspicl!-

Woher diese Verachtung und Geringschätzung des Heiligsten^was die Welt hat? Woher diese Entweihung und Lästerung desgroßen Namens, vor dem alle Welten ehrfurchtsvoll beben und,was das Unglücklichste ist, unter denen, die sich Nachfolger, Be-kenner, Jünger, Geweihte des göttlichen Sohnes, des Himmels-offenbarers, des allgemeinen Heilandes Jesu Christi nennen?

Groß muß die Unwissenheit derer sein, die sich so ganzvergessen, daß ihnen unter allen Gegenständen und Namen dergöttliche einer der gleichgültigsten ist! Ach, wie sehr muß esden Menschenfreund schmerzen, wenn er unter den Christen Men-schen findet, die in ihren Vorstellungen von der Größe undMajestät Gottes noch niedriger stehen, als die blinden Heiden!

Wohl sind noch viele Christen, ungeachtet ihres Namens, ihrerTaufe, ihres Abendmahles, roher und unwissender, als die Hei-den, und um nichts besser, als diese. Sie haben Religion, aberkeine Religiosität. Sie haben einen Gott, aber keine Scheuvor ihm.

Dies ist eine Folge der großen Gemüthsverwildcrung, inwelcher man das Volk läßt, indem man lieber auf kriegerischenGlanz, auf Schauspiele, Feste und schimmernde Thorheiten Sum-men über Summen verwendet, als die Schulen des gemeinen