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Nacht sendet, schuf auch die leuchtenden Sterne! — Es blickt derThicrmcnsch, wie das Thier, überall nur vor sich in den Staubnieder, hält mit verdüstertem Verstände Alles nur für eine Ver-kettung sinnloser Zufälle, baut auf seine eigene Klugheit undeigene Kraft viel; das Uebrige nennt er Glücksspiel. Der MenschGottes blickt aufwärts; die Ueberwindung seiner selbst, das heißt,seine Tugend ist das geistige Band, welches ihn an Gott knüpft,und eben dadurch wird seine eigene Klugheit wirksamer, Heller,seltener fehlschlagcnd, weil sie nie ohne Rechtlichkeit ist; darumwird seine eigene Kraft gewaltiger, weil sie sich auf ein höheresVertrauen stützt. Darum wird mit Recht nur derjenige weisegenannt, der tugendhaft handelt; und darum ist der Tugendhaftesteder Furchtloseste. Wer mit Gott stehet, wer will wider ihn stehendSeid stille und erkennet, daß ich Gott bin! — Erwaltet, dessen zärtliche Vatcrliebc allein zu walten das Rechthat. Warum bist du bekümmert um das, was dir die Stundendes neuen Jahres cntgegcnführen werden? Hast du noch immernicht die ewige Liebe erkannt in deinen längstvergangenen Tagen?Wie oft hast du nicht schon, wie heute, ebenfalls das allerschönsteLoos erwartet, oder das Böseste befürchtet? Und was geschahdir? Das Schönste, wenn es erfüllt ward, war weder so schön,noch das Furchtbarste so böse, als du es dir vorgcstellt, ehe esda war. Kein einziges deiner Lebensjahre war eigentlich durchund durch schrecklich; immer brachte cs dir von Zeit zu Zeit aucheine Hand voll unerwarteter kleiner Freuden, die dich erquicke»mußten. Keines deiner Lebensjahre war durch und durch vollerWonne; immer mengte sich in die Süßigkeit auch ein bittererTropfen. — Wohlan, erkenne im Spiegel deiner Vergangenheitdas ganze Bild deiner Zukunft! Die Dinge um dich her mögenandere Gestalten und Namen aunehmcn: im Wesentlichen bleibendie Sachen sich gleich. Immerdar wird sich zu großem Schmer;