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3 (1853)
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Hindernisse zu "besiegend Wurden ihre Nachfolger durch die Lei-den und Trübsale der Vorgänger abgehaltcn, deren Fußstapfeuzu folgen?

Und, rings umgeben von christlichen Völkern, beherrscht vonchristlichen Fürsten, drohen wegen des Bekenntnisses der ReligionJesu keine Foltern, Scheiterhaufen, Kerker, Ketten und Hin-richtungen mehr. Ein Jeder hat das Recht, seinem Glauben zufolgen. Niemand darf den Andern wegen seiner religiösen Ueber-zeugungcn gewaltsam beeinträchtigen. Selbst jene traurigen Zei-ten, die Schandflecken der Christenhcitsgcschichte, sind vorüber,da noch Christen einer Kirche unduldsam die Dolche gegen Chri-sten anderer Kirchen wetzten; sich, wie sie glaubten, zur Verherr-lichung Gottes, gegenseitig plagten, würgten, bekriegten. Siesind vorüber, Dank sei cs dem cdlcrn Geiste, welcher Völker undFürsten in dieser Hinsicht heute belebt!

Demungeachtet bleiben demjenigen, welcher, seiner Pflichtgetreu, Religion und Religiosität allgemeiner machen möchte, nochviele Schwierigkeiten zu bekämpfen übrig. Ein großer Thcil derMenschen ist von dem übertriebenen, oft mörderischen Eifer fürReligion zwar zurückgckommen, aber in das entgegengesetzte Ucbel,in völlige Schlaffheit und Gleichgültigkeit gegen alles Religiöse,verfallen. Man droht nicht mehr mit Feuer und Schwert; aberman droht mit Spötteleien, Achselzucken und verächtlichen Seiten-blicken. Und so ist cs in der menschlichen Natur: Viele, dieohne Furcht für ihre Uebcrzeugungen dem Tode cntgcgengehenwürden, ziehen sich scheu vor einem Hohnlächeln zurück; Viele,die Muth genug hätten, ihres Glaubens wegen alle Martern zudulden, können ein witziges Wort des frechen Spötters nicht er-tragen, und verläugnen, was sie sonst nicht verläugnet habenwürden, wenn man ihnen auch Haus, Hab' und Gut geraubthätte!