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dem Namen der Missionsanstalten. Noch immer finden sich be-herzte, für Gott und sein Wort begeisterte Männer, welche ihrLeben dem erhabenen Zwecke weihen, gleich den Aposteln in dieWildnisse der Heiden cinzudringen, um Seelen zu retten, Ab-götteraltäre zu zerstören und die rohen Sitten der Völker durchden Geist des Evangeliums zu mildern, welches ist der Geistder Liebe.

Freilich hat nicht Jedermann Gelegenheit, oder Beruf, einApostel der Heiden zu werden. Auch wird dies nicht von Jeder-mann gefordert. Gott vertheilte seine Gaben, Kräfte, Verhält-nisse, Meinungen mannigfaltig unter seinen Kindern. Aber darumist es nicht minder jedes Christen Pflicht, so viel es in seinerMacht steht, zur Ausbreitung derjenigen Religion bctzutragen,in welcher er seine Seelenruhe, seine Veredlung findet.

Es ist jedem Christen Pflicht, Religion und Religiosität aufErden herrschend zu machen, denn jeder ist ein Jünger Jesu.Das Werk, welches der Messias auf Erden begann, sollen die-jenigen vollenden, welche seine Nachfolger genannt werden. Waser in göttlicher Weisheit nöthig fand zu gründen, dürfen wirnicht mit Gleichgültigkeit seinem Schicksale überlassen. In Allemihm noch nachahmend, können wir uns nicht von dem Wichtigstenentbinden, worin er uns als Muster voranging, Gottes Reichunter den Sterblichen zu erweitern.

Es ist unsere Pflicht! denn Liebe ist das höchste Gebot desChristenthums. Wenn wir aber fühlen, daß nichts so sehr alsReligion unfern Muth in Trübsalen hebt, unfern Geist zu seinercigcnthümlichen Kraft und Würde führt, uns Welt und Gottheitrichtig betrachten lehrt, uns selbst die Schrecken des Todes mitFreudigkeit verachten läßt! wie mögen wir unsere Brüder lieben,wenn wir ihnen dies hohe Gut, diese Grundlage unsers Lebens-glücks nicht mittheilen mögen? Wie gern pflegt der Vater, der