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und lehret sie halten Alles, was ich euch befohlenhabe! (Matth. 28 , 20.)

Sie gingen hin keine Todesgefahren, keine Entbehrungen,keine Mühseligkeiten konnten sic von dem heiligen Werke ab-schrecken. Sie gingen hin, mit der gewissen Aussicht auf Ver-folgungen und Tod. Aber ihre Schüler waren von dem gleichenGeiste ergriffen, wie sie. Diese sahen die schmerzvollen Todes-artcn ihrer ehrwürdigen Lehrer. Doch weit entfernt, dadurchvom Bckenntniß der Wahrheit zurückgctricbcn zu werden, ließensie das Wort Jesu Christi nur desto lauter erschallen. Ihre hei-ligsten Versammlungsörtcr wurden die Gräber derer, welche fürdie Religion als Zeugen der Wahrheit gestorben waren. Andiesen Gräbern erneuerten sic bcgctsterungsvoll ihr Gelübde zurentschlossenen, unerschrockenen Nachfolge. An diesen Gräbern er-hob sich ihr Muth wieder, wenn er zu wanken drohte. An die-sen Gräbern weihten sie ihre Freunde, ihre Verwandten, ihreKinder in das Heiligthum des Christcnthums ein.

Dieser Trieb, die Religion Jesu unter den Völkern zu ver-breiten, war in Allen eine Folge des Pflichtgefühls. Er be-wahrte sich daher bis zu den spätesten Zeiten unter den christlichenVölkern. Sowohl auf Unkosten der Fürsten, als durch die ver-einte Kraft frommer Gemeinschaften wurden Glaubcnslehrcr inentfernte Wcltgcgeuden versendet, um unter wilden Völkern dieLehre Jesu und den Glauben an den lebendigen, wahren Gottzu verkünden. Daher ist heute ckcin Welttheil mehr, wo nicht dasKreuz aufgepflanzt worden, als Sinnzeichen der triumphirendenChristusreligion. Es ist kein Welttheil mehr, wo nicht öffentlichin Tempeln die heilige Wahrheit des ewigen Sohnes gepredigtwürde.

Und noch immer dauern in vielen Ländern die frommen An-stalten zur Verbreitung des Christenthums fort, bekannt unter