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3 (1853)
Seite
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Mühe machte. Sic hörten auf, ihren eigenen Neigungen zuleben; sie lebten nur Gott. Sein Beispiel hatte in ihnen alleTodesfurcht, allen Hang zur Bequemlichkeit vertilgt. Sie woll-ten Christi würdig sein, darum verläugneten sie sich selbst, nah-men sein Kreuz auf sich und folgten ihm nach.

Und ich feiere das Fest des Auferstandenen; ich feiere seinenSieg über Tod und Grab, und den Sieg seines Wortes; ichsehe das Beispiel seiner ersten Schüler, sehe das Beispiel großer,tugendhafter Männer des Altcrthums vor mir, die, um gerecht,weise, wohlthätig für Welt und Nachwelt zu handeln, sich selbstüberwanden, demüthig einhcrgingen, wo Andere stolz waren,enthaltsam lebten, wo Andere schwelgten, großmüthig dem Feindeverziehen, wo Andere sich der Rache gefreut haben würden, inunaufhörlicher Thätigkcit für die Welt nützlich wirkten, wo Anderesich dem Strom leerer Vergnügungen überließen. Wie, find dieTugenden der ganzen Vorwelt, die Beispiele der Jünger Jesu,der Sieg des Auferstandenen, welcher sein großes Werk endlichglänzend krönte, für mich verloren gegangen? Ist nichts mehrfähig, mich zu dem göttlich großen Muthc>zu begeistern, so edelund gut zu werden, als ich cs irgend werden kann? zu wer-den in meinen Verhältnissen, als ein Schüler des Weltheilandes,was die ersten Schüler Jesu in ihren Verhältnissen gewordenwaren? Wie, sollte auch ich einst nicht Sieger übex Sündeund Tod sein, und am Ende einer schönen Laufbahn auSrufenkönnen: O Tod, wo ist dein Stachel, mit dem du drohtest?Ich sehe dich bezwungen; ich sehe nur Leben, nur einen offenenHimmel, nur Fortdauer meines Geistes in unendlich größernVollkommenheiten, als ich auf Erden mir erwarb! O Hölle,wo ist dein Sieg? Sünde, wo ist deine Macht? Ich habe dichüberwunden durch Jesu Wort, durch Gottes Liebe. Ich habe einenguten Kampf gckämpfet; mir strahlt die Krone des bessern Lebens!