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Ja, Ucberwindcr des Todes, Auferstandener! ich wage cs,den gesunkenen Muth in mir zu erheben, und Deinem Beispielzu folgen. Es ist nur ein Kleines, dann habe ich meinen Laufvollendet; warum sollte ich für die kurze Frist des Lebens nichtKraft genug haben, das Irdische in mir zu bekämpfen, nnd einengöttlichen Wandel zu führen? Warum sollte ich mich scheuen vorden Menschen, vollkommener zu werden, als ich bin? Warumsollte ich der Menschen wandelbares Urthcil fürchten, und desUrtheils Gottes, des Allwissenden, des Allgcrechten, vergessen?
Zwar, ach ich fühle cs, oft ist der Kampf schwer. Erzogenin besondcrn Vorurtheilen, und von Kindheit an gewöhnt, michvon ihnen unvermerkt leiten zu lassen, werde ich mich noch oftselbst vergessen, und wider meinen Willen, wider meine bessereUeberzcugung hinwegrcißen lassen. Zch fühle es, daß meinemEntschlüsse oft erschütternde Hindernisse cntgcgenstehcn können;daß meiner Begierde, Zcsu Nachfolger zu sein, oft eine ganzeWelt mit ihren mächtigen Verhältnissen entgegenstreben wird.
Aber, Besieger des Todes, Auferstandener, Verherrlichter,laß mich in den bangen Stunden der Unentschlossenheit, in denAugenblicken des Kampfes, Deines Todes, Deines Sieges ge-denken; durchwehe mich mit Deinem heiligen Geiste: dann wirdmeinem Muthc, gut und groß zu handeln, auch nie die Kraftdazu gebrechen. Du befahlst nicht mehr, als was Menschenkräftcleisten können. Du hast in Deiner Menschheit den großen Vor-gang gethan, wie man in Gott leben, vor Gott wandeln müsse.Deine Jünger wurden mächtig durch die Stärke Deines Vor-bildes, Deines Wortes — auch ich werde nicht ganz erliegen!
Auch ich werde dann, wann und welches auch mein Tod sei,ihn nicht sehen. Auch ich werde auferstehcn zu unendlicher Selig-keit. Auch ich werde in bessern Welten ruhen können! O Tod,wo ist deine Macht, o Sünde wo ist dein Sieg? Gott aber