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ihren Mitbürgern verkannt zu werden. Man wird dich nur alseinen Schwärmer, als einen Thor verlachen, der den Himmelmit guten Werken erstürmen möchte! spricht die Eigenliebe. Manwird dir, wenn du deine Lebensweise so schnell abänderst, andereAbsichten, als Ehrgeiz, Sonderlingssucht und vielleicht noch etwasSchlechteres, Zutrauen! spricht die Eitelkeit. Du kannst ja sort-fahrcn, wie bisher, und, ohne deine ganze Art zu sein und zuleben umzuwerfen, wo sich Gelegenheit darbietet, hilfreich undnützlich werden. Du kannst ja ganz unvermerkt und allmäligzur Ausführung deines guten Entschlusses schreiten! spricht dieBcquemlichkeitsliebe. So bleibt er, wie er war. Er findettausend Gründe, seinen alten Gemächlichkeiten treu zu bleiben;keinen einzigen, ganz in Jesu Sinn ein Christ.zu sein, undwahrhaft groß und göttlich zu handeln.
So dachten die Jünger des Auferstandenen nicht. Wie erden Tod, besiegten sie nun das Urtheil der Welt, welches fastimmer der Tod edler Handlungen zn sein pflegt. Auch sie konn-ten ja in der väterlichen Heimath bleiben; aber sie blieben nicht,sie gingen aus in die Welt, die Religion des Weltheilandes zuverkünden. Denn sie fühlten ihre Pflicht dazu, darum hatten sieden erhabenen Muth dafür. Auch sie mußten ja den Spott derWitzlinge fürchten, daß armselige Männer, aus den niedrigstenStänden, höhere Weisheit zu lehren wagten, als je der Mundder vortrefflichsten Weisen verkündet hatte: aber nicht diesen Spottfürchteten sie. Auch sie mußten die Wuth eines blinden Pöbelsscheuen, und, im Angedenken an Gethsemane und Golgatha, fürihr Leben zittern; aber Christus war auferstanden, der Tod vonihm bezwungen: wie konnten sie das Grab scheuen, jenseitswelchem ihnen Unsterblichkeit und Seligkeit lächelte? O Tod,rief Paulus, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?