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nährten. Erst die Auferstehung Jesu offenbarte ihneu die (Gött-lichkeit ihres großen Meisters in vollem Glanze. Stark durchdas Zeugniß der Unsterblichkeit und durch die Hoffnungen desWiedersehens in der Ewigkeit, gingen sie nun in alle Welt ausund predigten den Völkern das Evangelium. Der Tod war über-wunden — das Grab hatte nun keine Schrecken mehr für sie.Darum traten sic furchtlos in die stürmische Welt ein, zittertenvor keinen Verfolgungen, vor keinen Kerkern, vor keinen Todes-urteilen. Sie breiteten die Lehre aus, welche der Gottmenschihnen verkündet hatte, und sahen im Grabe nicht mehr den Ab-grund der Vernichtung, sondern die Schwelle der Ewigkeit.
Sollte der Sieg Jesu, welcher so herrlich auf das Gemüthder Jünger wirkte, nicht eben so mächtig aus mein Herz sichäußern? Sie sahen nur seinen Triumph über das Grab; ichaber sah mehr, als sie, den Sieg'seines göttlichen Lichtes überdie Finsterniß der Welt, den Sieg seiner Lehre über die Machtdes Jrrthums aller Völker. Ich sah Könige von ihren Thronensteigen, um im Staube den anzubeten, der einst in Knechtsgestaltlehrte, und sich erniedrigte bis zum Tode am Kreuze; ich hörtevon den Lippen der Unmündigen die erhabensten Worte des Lebenstönen, welche die Weisesten des Alterthums nie auszusprechenfähig waren.
Den Sieg Jesu über die Gewalt des Todes hatte er selbstvoraus verkündigt, da er noch unter den Sterblichen wandelte,und keiner der Jünger ahnete, welches Todes ihr göttlicher Freundeinst sterben würde — und erfüllt ward seine Weissagung. DenSieg seiner Religion hatte er selbst zuvor verkündigt, und inTagen, da die Schaar seiner Anhänger noch gering, die Machtdes Judenthums und der heidnischen Tempel aber überall gewaltigherrschend war. Und erfüllt ward seine Weissagung. Das Senf-korn ward zum Baum, dessen Gipfel den Himmel berührt, und