Druckschrift 
3 (1853)
Seite
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unter dessen Zweigen zahllose Völkerschaften des weiten Erdkreisesheut Erquickung und Seligkeit finden.

So werde denn der Sieg Jesu über des TodesMacht auch ein Sieg meiner schönsten Hoffnungen.So begeistere er denn auch mich, wie er die Jünger begeisterte,zn einem erhabenen, heiligen, furchtlosen Wandel; zu einemmuthigen Auftreten für Wahrheit, Recht und Unschuld, fürTugend und Glauben; zu jenem christlichen Heldensinn, der jedeunreine Leidenschaft aus der Brust verbannt, den Hohn derSchlechten verachtet, und für Gottes, für der Tugend Sachekein Unglück fürchtet, keine Leiden verschmäht, keinen Tod scheut.

Wahrlich, der Mensch wäre oft besser, edler, größer, wenner nur den Muth hätte, es zu sein. So waren JesuJünger anfangs schüchtern, furchtsam. Christus der Erstandenefand fie gewöhnlich in ihren Häusern verschlossen. Sie hattenseinen Willen gehört, sie wünschten seine Befehle zu vollziehenaber die Schreckensnacht in Gethsemane, der Schreckcnstagauf Golgatha hatte ihre Kraft gelähmt. Als er vom Grabeauferstanden war, da erwachte ihr freudiger Muth, da entflammtesie sein heiliger Geist. Sein Sieg über den Tod ward ihr Siegüber die Schrecken der Welt.

Ich bin ein, Christ ich feiere die Auferstehung des Mes-sias ich sah die herrlichen Beispiele seiner Jünger solltedies Alles ohne Segen für mich bleiben? Auch ich will michvon meiner Schüchternheit befreien, will die Furcht in mir be-kämpfen, will den Muth haben, ein Jünger Jesuzu sein!

Bedarf es in unfern Zeiten dazu großen Mnthes? Wie?drohen noch die Schwerter der Juden und Heiden den Bekennerndes christlichen Glaubens? Lodert in unfern Tagen noch derScheiterhaufen für das Geständniß, ein Nachfolger Jesu zu sein?