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wir Gelt selbst bringen; cs ist die Erneuerung des großen, ewi-gen Bundes, welchen Christi Blut besiegelte.
Aber — o daß wir es läugnen könnten! — dies himmlisch-ernste Fest der Seelen, das noch gegenwärtig in allen Tempelnder Christenheit gefeiert wird, mit welcher. Gleichgültigkeit wirdes von Vielen begangen! Christen, für die Christus blutete undstarb, treten mit Leichtsinn zum Altar, uneingedenk dessen, wassie thun. Viele scheinen darin nur noch einen alten Gebrauchüben zu wollen, der auf ihr Herz aber keinen Einfluß hat. Vielenist es vielleicht nur darum zu thun, sich nicht von andern Mit-bürgern zu unterscheiden. Viele gehen dahin mit Anstand undfrommer Gcberde, aber mit leichtfertigem Sinn, als übten sieetwas Ucberflüssiges. Viele, welche aus Stolz auf höhere Bil-dung und Aufklärung die zarten Gefühle des Herzens erstickthaben, setzen sogar in unfern Tagen einen Werth darauf, nichtzu den Bekenncrn Jesu zu gehören.
Woher diese Erschlaffung, diese empörende Kälte der Men-schen gegen das Göttliche? — Mit Stolz eilet ihr zu den Gast-mählern der Könige und Fürsten, die Staub und elende Sterb-liche sind, wie ihr seid; und zum Gcdächtniß- und BundesmahlJesu gehet ihr mit Verlegenheit oder Gleichgültigkeit? — DasAndenken eurer verdienten Vorfahren begehet ihr mit Begeiste-rung; aber das Andenken dessen, durch welchen ihr Seligkeiterworben habet, durch welchen ihr edlere, gesittetere, aufgeklär-tere Menschen geworden seid oder werden könntet, feiert ihr mitNachlässigkeit und Verachtung? Den Staub wisset ihr zu ver-göttern, aber das Himmlische ist euch Staub?
Nein, meine Seele, so lange dir noch Reinheit des Sinnes,so lange dir noch Gottes Wort, Gottheit und das Ewige Heilig-thümer heißen, werde dir das Feiern des Nachtmahls, das Wieder-erneuern des Bundes mit Jesu niemals gering! Niemals nahe