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3 (1853)
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ender, wie er sein großes Werk vollbrachte, und heilige dich selbstdurch den Anblick seiner Unschuld; stärke dich selbst durch denAnblick seines Muthes im Leiden; erhebe dich selbst durch de»Anblick seines EdelmutheS, mit dem er denen verzieh, die ihnvcrriethen und mordeten; begeistere dich selbst durch seine Kraftim Todcskampfc.

Jede der verschiedenen Leidcnsstnndcn ^des Messias ist für michwichtig, belehrend, rührend. In jedcr-duldetc der Messias auchfür mich. In jeder besiegelte er auch mir die ewige Wahrheitseines Wortes.

Welch eine Nacht, die er in Todesangst auf Gethsemanedurchwachte, als Undank ihn verrieth, Bosheit sich wider seinheiliges Leben verschwor, und Sünder über ihn zu Gericht saßen!Welch eine Nacht, als er, von seinen Freunden verlassen, einsamdalag im Staube, und zum Vater betete; als er seine Jüngersuchte, die harmlos schlummerten, wie Kinder, die keine Gefahrkennen und keine fürchten, und nicht ahneten, was sein Herzzerriß! Wie er da zu ihnen trat, wie er ihnen zuricf:MeineSeele ist betrübt bis in den Tod; bleibet hier und wachet mitmir!" Ach, Keiner von Allen fürchtete die Augenblicke des Ent-setzens, welche so nahe lagen, und deren das menschliche Ge-schlecht nie vergessen konnte, nie vergessen wird.

Welch eine Nacht, als Jesus in tiefster Angst ohnmächtigin sich selbst zurücksank; als er nun empfand, die furchtbare Bürdesei ihm zu schwer; als er zu Gott sprach:Vater, ist es nichtmöglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn?Doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!" Und sein Schweißward wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.

Welch eine Nacht, da die feierliche Stille des zur Andachtgeweihten Ortes vom Geräusch der Waffen unterbrochen ward;da blutdürstige Kriegsknechtc den edeln Dulder umringten, er-