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Jesu letztes Nachtmahl.

Betrachtung am Charfreitage.

Der Glaube sieht im heil'gen Brvde,

Herr, Deinen Leichnam, sicht im WeinDein Blut, nnv spricht: der große Todtc,

Der ewig lebt, ist ewig mein!

Dich soll ich, wie Dein Pfand, genieße»;

So innig machest Du Dich mir.

Du willst Dich ganz in mich ergießen;

Ganz Eins sein soll ich, Herr, mit Dir.

Dir ähnlich werden! Deinem WillenErgebe sich mein Wille gern!

Vor Aller Augen, wie im Stillen,

Sei ganz mein Herz und Sinn des Herrn.

Herr, lehr' im Großen, wie im Kleine»,

Mich freudig thun, was Dir gefällt,

Ein leuchtend Beispiel sein den Meinen,

Ein leuchtend Beispiel sein der Welt!

Du, o stille Erinnerung an die Sclbstopftrung r> göttlichenErlösers, erhebe heute meine Seele! Der edlere Thcil der christ-lichen Welt feiert die Gedächtnißtagc des Todes Jesu. MillionenGeister blicken betend himmelwärts, wo der Vollendete nun inHerrlichkeit thront; Millionen beugen ihr Haupt vor dem liebe-vollen Erbarmer, durch welchen uns Licht, Gnade und Ruhe derSeelen ward. Millionen weinen am Kreuz« noch die Thräncnder Dankbarkeit ulid Wehmuth, wie Maria sie weinte, die Mutterdes Göttlichen, und Me, die dem Auserwählten mit liebendemEemüthe auf Golgatha gefolgt waren.

Auch du, meine Seele, tritt in Gedanken hin zu dem Voll-