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getreten ist, bei solchen Personen vergeblich. Selbst die entschie-den schlimmen Wirkungen ihrer öffentlichen oder geheimen Reli-gionslosigkeit und Gemüthsverderbtheit haben zu ihrer Besserungnichts beigetragen. Sie beharren in ihren selbstsüchtigen unge-rechten Neigungen, in ihren Glück und Leben verwüstenden An-gewöhnungen, in ihren verkehrten Meinungen, und halten Alles,was ihnen auch Böses zukommc, nicht für Erfolg ihres wahn-sinnigen, selbstzerstörenden Benehmens, sondern für ein wider-liches Ungefähr; für Verkettung von Umständen, denen sic auchmit aller sogenannten Frömmigkeit nicht würden haben ausweichenkönnen; höchstens für einen verdrießlichen Mangel eigener dabeiangewcndctcr Vorsicht. Ihnen erscheint die ganze Menschheit wieeine ungeheure Menge von Einfältigen, über welche der Listigsteund Stärkste zu herrschen das Recht hat; Gesetze, Religionen,gute Sitten, Tugend, Laster, sind willkürlich angenommeneDinge, die für den großen Haufen noch durch das Alterthumehrwürdig werden können Die Alten aber waren Betrüger undThoren wie die Reuen, so glauben sic; und der hat Recht, demdas Glück hold ist; der Unglückliche hat immer Unrecht.
Ich möchte diese tiefe Verhärtung gegen das Gerechte, Guteund Wahre nicht einmal immer Ausartung der menschlichenNatur, sondern oft Abart derselben nennen. So wie der Schö-pfer gestattet, daß sich zur Belehrung der Sterblichen das Lebenunter allen gedenkbaren Formen gestalte; so wie er körperlicheMißgeburten erscheinen läßt; so scheint es, daß er höhern Wesenzum Grausen gegen das Thierische auch geistige Mißgebur-ten von Zeit zu Zeit vorzeigt. Denn man hat Beispiele,daß es Kinder von guten Aeltern gegeben hat, die, der aller-möglichst sorgfältigen Erziehung ungeachter, weder durch Lehren,noch Bitten und Thränen, weder durch Ermunterungen noch Stra-fen gebessert werden konnten. Sie äußerten zum Beispiel schon