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Warnungen entgegen, ins Unglück zu stürzen. Schon im hohenAlterthuine erkennen wir Mißgestalten dieser Gattung. Schonche Davids großes Reich zertrümmerte, schon da cs bald zer-fallen war, ward Klage und Fluch über sie laut aus dem Mundeder Propheten. Und Paulus, der Apostel, da er sich in Nombefand, welches damals die ganze Welt beherrschte, hatte Ursache,das Wort der Weisen der Vorwclt zu wiederholen, so wie cs»och heutiges Tages der Fall ist: „Gehe hin zu diesem Volkeund sprich: Mit den Ohren werdet ihr cs hören, und mit denAugen werdet ihr es sehen und nicht erkennen. Denn das Herzdieses Volkes ist verstockt!" (Apostclgesch. 28, 26. 27.)
Die Sclbstvcrstocknng gegen das Gute ist der höchste Gradder Verschlimmerung des menschlichen Herzens, der Zustanddesselben, da cS für jede Anregung des Bessern ohne Empfind-lichkeit, für jedes Ergreifen höherer Wahrheit ohne Sinn ist.Es ist eine Verhärtung und Abgestorbenheit des Gefühls, wiedes gemeinen Menschenverstandes, welche auf keine Art mehrdurch die gewöhnlichen Mittel zu heben ist; so wie man einemThiere außer der ihm cigcnthümlichen natürlichen Klugheit, seinenRaub zu machen, nicht Vorstellung von erhabencrn Gesinnungen^bringen kann.
ES ist Grausen erregend nur die Vorstellung von solcherVcrartung des Mcnschenthums. Man würde sic nicht für mög-lich halten, wenn man sich nicht von der Wirklichkeit derselbenunter manchen sogar wissenschaftlich gebildeten, vornehmen, überdas Vorurtheil der Welt erhaben sein wollenden Leuten, wieauch hinwieder in der rohesten, verwahrlosetstcn Volköklasse, ineinigen Tollhäusern, in Zuchthäusern und Gefängnissen und aufRichtstätten, mit Entsetzen überzeugte.
Warnungen, Lehren, Beweise, Erfahrungen, rührende Vor-stellungen, Alles ist, wo diese Verstockung gegen das Gute ein-