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3 (1853)
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Zn diesem Glauben lebte» unsere Väter. Sie starben in dem-selben. Und seit beinahe zweitausend Jahren hat eine großeErfahrung Bürgschaft für die Wohlthätigkeit des christlichenGlaubens geleistet. Me Völker, die ihn ergriffen, wurden edler,weiser, glücklicher; wilde Nationen gesitteter und menschlicher.Noch heute sind die Staaten der Christenheit diejenigen, in welchenGewerbe, Künste und Wissenschaften am schönsten blühen, dieFreiheiten des Volkes am meisten geehrt, die Besitzungen undRechte jedes einzelnen Einwohners gegen alle Gewalt der Großenund Mächtigen am geschütztesten sind. Zn den Ländern, die vonZesu Religion noch nicht erleuchtet wurden, herrscht dagegenWillkür der Grausamkeit, Knechtschaft, Unwissenheit. Im türki-schen Reiche erblickt man noch die Barbarei der Vorwelt: Druck,Härte, Rohheit; unter den Heiden Wildheit; unter den zerstreutenJuden, wiewohl sie mitten unter den Christen leben, und ausihren Beispielen lernen könnten, fast aller Orten knechtischen,niedrigen Sinn, große Unwissenheit, Abneigung gegen Arbeit,Reinlichkeit und Sittcnverbcfferung. Was könnte überzeugendervom Werthe des Christenthums sprechen, als diese Erfahrung,welche vor Aller Augen liegt? was überzeugender beweisen, daßnur die himmlische Lugend und Heilslehrc Jesu Christi der wahreGrundstein der Völker-Glückseligkeit sei? Denn Nationen, solange sic fromm und treu in ihrem Glauben blieben, und ansThronen wie in Hütten die Vorschriften, welche der Weltheilandgab, erfüllt wurden, sind blühend, stark und geehrt geblieben;aber sie sind gedcmüthigt, sie sind untergegangen, sobald manentweder anfing, leichtsinnig und vornehm mit der Religion Ge-spött zu treiben, oder statt wahrer Religiosität nur prunkvolleKirchen- und Priestersache, todtes Zeremonie! und Aberglaubenannahm. Sie sind gedcmüthigt, sie sind untergegangen, sobald dieMehrzahl des Volks die Heilslehrc Jesu vergaß, Selbstsucht und