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3 (1853)
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dastcht, und tief unter den Stufen geistiger Seligkeit und Voll-endung liegt, wie er sich selbst dazu verdammt hat.

Irre werde» an der Gerechtigkeit Gottes, weil der Gottlosehienicden in aller Herrlichkeit triumphirt? Nimmermehr! Gottist gerechter, als der Gerechteste unter den Menschenkindern, unddoch bestrafen diese das Gedächtniß des früh oder spät entlarvtenBöscwichts mit ihrem Fluche. Was ist denn dies flüchtige Leben?Ein vorüberwandelndcr Schatten. Wie kurz ist doch auch derlängste Triumph des Gottlosen, und könnte er ihn auch unge-stört feiern von seiner Wiege bis zum Sarge!

Und du, der die ewige Vergeltung murrend anklagt, daß siedem Verächter der Ewigkeit, dem Spötter der Tugend nachsehe,und nicht schon vor den Augen der Welt ihn demüthige: erinneredich, wie wenige derer sind, die auf Erden froh in Sündenschwelgen konnten bis ans Ende. Erinnere dich, daß ein einzigerAugenblick oft plötzlich Alles »mgestaltete, und den geheimenWollüstling zum Abscheu des Landes, den frechen Betrüger zumflüchtigen Bettler machte; wie oft der Tyrann auf dem Nicht-platze starb, den er mit dein Blute der Unschuld färbte, und derHeimtückische in die Grube stürzte, die er Andern grub.

Kannst du auch in das finstere Herz des Verbrechers schauen,der scheinbar vor der Welt als einer der Glücklichsten dasteht?Ist denn sein Gold, sein Ansehen, seine Würde ein Glück; odermuß dies Wohlsein nicht bei ihm, wie bei jedem andern Sterb-lichen, in den Empfindungen seiner Brust, in der harmlosen Ruheseines Gcmüthes gesucht werden? Wohl siehst dn den Glanz verKrone, aber nicht die schweren Sorgen, welche darunter nisten;wohl siehst du das köstliche Gewand um seinen Leib, aber nichtdie Foltern eines stets bangen Gewissens. Das ganze Leben be-glückt scheinender Gottlosen ist eine traurige Verkettung vonUnruhen, Besorgnissen, Gewiffensvorwürfen, die sich nicht stillen