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als Thier. Dies ist der ganze Triumph des Gottlosen! Undsollte ich ihn um diesen Triumph beneide», den mein edlererGeist verachtet? Ich könnte cs nicht. Er hat sein Theil empfangen.Zeder ärntet, wie er gesäct. Sein vielfach geschmeichelter Leich-nam modert im Grabe; wie bald ist ein Traum von zwanzigund vierzig Zähren verträumt! Aber dann — was ist aus seinerSeele geworden? Welche Schätze sammelte er seinem unsterb-lichen Wesen für das Unsterbliche? Soll ich den Triumph desUnglückseligen beneiden, der für die Ewigkeit eine erstickte, ver-dorbene Saat ward, und in dem Reiche der Geister, zu dem erseinem bessern Theile nach gehört, ein Nichts ist?
Oder sollte ich, weil er in der kurzen Zeit des Lebens seineGelüste durch Bosheit stillte, irre werden an der göttlichen Ge-rechtigkeit, daß sie dem Sünder Alles wohl gelingen ließ? —daß ihr strafendes Schwert ihn nicht schon hienicden fand?
Nein, die Nathschlüsse der Gottheit verehre ich, als Christ,auch wenn sie mir dunkel sind. Wie kann das unmündige, un-erfahrne Kind, welches noch der Erfahrung und des Unterrichtsbedarf, die weisen Maßregeln der Acltern beurtheilcn, die zu-weilen, nicht ohne Grund, die Vergehen des bösen Kindes unge-straft lassen?
Irre werden an Gottes Gerechtigkeit, weil der Sünder dieFrüchte seines irdischen Strebens ungestört gewinnt? Nein, undwenn das Strafschwcrt der Gottheit ihn auch nicht sichtbar vormeinen Augen trifft: wehe, cs hat ihn dennoch schon getroffen!Der Gottlose richtet sich selbst! Er hat sein Besseres in sich ge-tödtet; er hat seinen zur Ewigkeit geschaffenen Geist versäumt!Geblendet durch seine Gewohnheiten, betäubt von seinen Lastern,stirbt er ahnungslos dahin — denkt kaum der Ewigkeit, die seinerharrt. Aber entsetzlich wird sein Erwachen in einem neuen Da-sein werden, wo er als eines der geringsten, elendeste» Wesen