Druckschrift 
3 (1853)
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

118

einst David; so will ich beten, und des Allwissenden immerdargedenken, vor welchem alle menschliche Kunst und Klugheit zuSchanden wird. Ich weiß, mein Gott, daß Du das Herz prü-fest daß Du das Herz richtest, auch wenn Menschen es nichtprüfen, nicht richten können. Und blicke denn Du, Allcrfor-schcr, den Niemand täuschet, auch auf den Grund meines Her-zens! Ach, nicht daß ich mich rühmen könnte vor Dir Duweißt es am besten, wie oft ich vor Dir fehle. Aber im heili-gen Gedanken an Dich werde ich strenger gegen mich selbst, ge-winne ich Kräfte das Böse, was in mir wohnt, zu besiegen!Ich will es dahin bringen, daß ich heitern MutheS vor denMenschen und vor Dir, Richter der Gedanken und Empfindun-gen, stehen darf.

12 .

Des Sünders Triumph.

Luk. 18, 19 31.

Wic sollt' ich darum Unrecht thu»,

Weil der Verbrecher StrafenHier oft, wie ferne Wetter, ruh'n,

Hier nicht ihr Haupt schon trafen?

Eott, immer bleibest Du gerecht,

Darum erinn'rc sich Dein Knecht,

Daß er der Sünde zitt're.

Herr, diese Furcht ergreife mich,

Wenn mich Begierde locket,

Eh' meine Seele sorglos sichVerschlimmert und verstocket.

In Deinem Lichte, wo Du thronst,Entdeckst Du künftig und belohnstUnd krönst Du gute Thaten.