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verzagen, jemals, als Dein Jünger, auch Dein Ebenbild xuwerden? Warum verzagen, daß die Entschlüsse zum Guten,welche in mir rege werden, niemals von mir gehalten werdenkönnen? Und wenn ich auch zuweilen, hingerissen durch Jrr-thum, mich von dem rechten Wege verliere, und wenn ich auch,bewogen durch die mir inwohnende Schwäche, zuweilen sinke — bistDu, Barmherziger, nicht auch mein Erbarmer? Auch der Ge-rechte kann fehlen, aber dann fehlt er wider seinen Willen. Auchder Gerechteste und Edelste ist nicht von Jrrthum und Ueber-eilung frei; aber dann erhebt er sich nach dem Falle desto kräftiger,desto entschlossener, nie wieder zu straucheln. Dann ist er destoeifriger beschäftigt, seine Fehlthat mit Handlungen der Liebe undGüte zu bedecken, und sein augenblickliches Vergehen mit einerlangen Reihe von Tugenden auszusöhnen.
O du Geist der Heiligkeit, erleuchte auch meinen Geist, daßich den wahren Weg des Christen erkenne; und gib mir Muthund Kraft, ihn mitten im Drange des wirklichen Lebens gott-selig zu wandeln, bis ich mein Ziel erreiche! Amen.
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Der Christ mit seinen Grundsätzen in» Ge-dränge des gewöhnliche» Lebens.
Zweite Betrachtung.
Luk. 9, 23.
Gib mir Gelegenheit, Dich, Herr, zu preisen,
Und daß ich Dein sei, Andern zu beweisen,
Und hilf, daß ich der Sünde Reiz und FreudeVorsichtig meide.