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liche Wclicrlcuchtcr, nicht seine Jünger, nicht die Christen derersten Jahrhunderte flüchteten aus dem Gedränge der Welt indie Einöde, sondern kräftig traten sie hinaus in das Leben, undsuchten das heilige Gottcsrcich zu verbreiten, jeder im Ver-hältnisse seiner Anlagen, seines Vermögens, seines Wirkungs-kreises.
Die Zweifel vieler Menschen an der Möglichkeit, einen hohenGrad religiöser Vollkommenheit zu erreichen in dieser Welt,entspringen also offenbar aus einer irrigen Ansicht der Dinge,und oft gefaßte gute Vorsätze konnten nachher im Leben nichtausführbar sein, weil sie entweder nur Folge lebhafter und darumvorübergehender Gcmüthsbewcgungen waren, oder durch ihre Be-schaffenheit gegen die menschliche Natur stritten.
Und doch rief uns Gott zur HeiligkeitI Und doch rief Jesus:„Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel voll-kommen ist!" Und doch ermahnt uns unser eigenes Bewußtseinan Erhebung unsers inncrn Werthes! — Alle diese heiligen Stim-men, sollten sie sich vereinen, von uns das Unmögliche zu be-gehren?
Viele Sterbliche freilich, die von ihrer Sinnlichkeit allzusehrbesangen sind, so daß ihnen eine höhere Tugend unbequem undlästig dünkt, finden auch schon unmöglich, das Leichtere auszu-führen, was Andere thun. Diese Weichlinge, die nur für ihr Gutund Geld, für ihre Ehre und Würde, für das bloß Anständigein den Gesellschaften leben, und die alle Anstrengungen zumBessern meiden, wollen nur die Rechtfertiger ihrer Schwachheitsein. Allein auf ihr Urtheil hört der Weise nicht; denn ihreigenes Gewissen verwirft die Scheingründe, womit sic dasselbestillen möchten.
Dein Joch ist ja sanft, o Erlöser der Welt, o Licht allerGeister, und Deine Last ist leicht! — Warum sollte ich daran