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3 (1853)
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r'afi, Herr, im Guten Meinen Fleiß zu stärken,Mich nutzen Zeit und Ort zu cdcln Werken;

Und fromm die That vollenden und besonnen,

Wie ich begonnen.

Was Dn gebeutst, will Mnth nnd Eifer heischen;Doch soll mich nie der feige Vorwand täuschen,Als fehl' cs mir zu göttliche» GeschäftenAn Zeit und Kräften.

Ich will! Ich will mich beherrschen lerne»,Will, was versuchend reizt, von mir entfernen,Damit ich täglich über meine SinneMehr Macht gewinne.

Aa sprach er zu ihnen Allen: Wer mir folgen will, der ver-läugne sich selbst, und nehme sein Kreuz auf sich täglich, undfolge mir nach.

Allerdings sind jene frommen Rührungen, welche uns inStunden der Andacht, der Rene, oder großer und ernster Schick-sale bewegen, nichts weniger als zu verachten. Sie geben unsererSeele eine erhöhte Kraft, und befördern in uns die Neigung wieden Muth zum Guten.

Aber doch müssen wir in göttlichen Dingen den Gefühlen desHerzens eben so wenig, als in weltlichen Dingen, die Herrschaftcinräumcn. Denn wer seine Tugend nur auf sie stützen lassenwill, hat einen leicht zerbrechlichen Stab gewählt. Unsere Ge-fühle selbst hängen weniger von der Kraft des Geistes, als vonder cigcnthümlichcn Beschaffenheit des Körpers ab. Und wie leichtfind die Veränderungen desselben! Wie abwechselnd ist unseretägliche Stimmung!

Wer sehr reizbar und zu lebhaften Empfindungen geneigt ist,also, daß er den Zustand derselben ans eine gewisse Art sichbleibend machen kann für eine lange Zeit, gcräth leicht in Ge-fahr, sehr einseitig in seinen Urthcilen über Menschen und Ver-