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NaturVernunft und mehrtausendjährige Erfahrung mit furcht-barer Stimme Lügen schilt.
Mögen immerhin leichtsinnige Machthaber ihrer irdischen MachtAlles anvertraucn, die Religion nur zu einem Werkzeuge derStaatskunst gebrauchen, und höchstens, was sic selbst verschmähen,als ein Gängelband der Völker ehren: cs kommt die schwarzeStunde, da ihr Gold nicht mehr glänzt, da ihre Hccresmachtnicht mehr erschreckt, da ihr Wink kein Zittern mehr bewirkt; esschlägt auch ihnen die ernste Stunde, da der erkünstelte Götter-rausch von ihrem Gehirn entweicht, und sic mit dem ärmsten derBettler ihre Gebrechlichkeit und die Gewalt des ewigen Gottes,die Macht der ewigen Vorsehung, die Wundcrkraft und Unent-behrlichkeit des ewigen'Vaters für ihre Seelen empfinden.
Himmel und Erde vergehen, aber Dein Wort, o mein Gott,mein Vater, bleibet ewiglich! Es stammt von Dir. Seine Gött-lichkeit ist mir ein Bürge seiner Unvcrgänglichkcit. Das Unver-gängliche daran ist mir ein Bürge seiner Göttlichkeit.
Dein Wort bleibt ewig. Was Du mir durch Zcsum ver-heißen, wird erfüllt werden, wie Alles erfüllt worden, was erin der Welt verhieß. Deine Treue, Deine Liebe, o Du erhaben-stes, wahrhaftestes Wesen, sind ewig, wie Dn. In Dir allein istkeine Veränderung, kein Wechsel des Lichts.
Ehrfurcht also dem göttlichen Worte, das ewig ist! Ehr-furcht also der Religion, welche seit Jahrtausenden in ihrerHeiligkeit auf mich herab kam! Ehrfurcht dem Glauben, inwelchem meine Väter entschlummerten! Hinweg, jeder Leicht-sinn, welcher mit Gegenständen der Religion zu tändeln wagt;hinweg von den Gesellschaften, von den Sitzen, wo die Spöttersitzen! (Ps. 1, 1.) Was Millionen weisen, guten, edeln Men-schen wohlgcthan, was im Leben ihr Trost, was im Tode ihreHoffnung war, soll die Frechheit keines"Witzes entweihen! —