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Entweihen! Kann mich das Göttliche entweiht werden? Nein,nur der Frevler entehrt sich selbst durch vermessene Thorheit, schändetnur selbst in sich die Würde seines Geistes er berührt dasUnantastbare, das Unentweihbare nicht, welches erhaben überihm schwebt.

Glauben und festes Vertrauen will ich dem Worte geben,welches ewig ist! Denn Dein Wort, o mein Vater, ist Wahr-heit, und aus dieser Wahrheit quillt die ganze Seligkeit meinesDaseins. O dies Erdenleben, es wäre ohne Dein Wort einetraurige Finsternist, ein trostloses Kämpfen es wäre ohneWerth für mich, ein Streben ohne Ziel, ein Räthsel ohne Auf-lösung! Durch Dein Wort ist mir Alles leicht worden; eszeigt mir in den Leiden Wohlthat, in den Widersprüchen meinerSchicksale Klarheit, in der Dunkelheit jenseits meiner Sterbe-stunde neue Sterne.

Glauben und Vertrauen dem Worte, das ewig ist! Denn esleitet mich zu Dir, mein Vater, zu höhern Seligkeiten über!Auf welchem Grunde kann ich mit größerer Zuversicht mein Heilbauen, als auf diesem ewigen, unbeweglichen Grunde? ES ver-heißt mir, einst Lei Dir in herrlicherer Vollkommenheit zu seines verheißt mir Unendlichkeit Deiner Gnade! Wo finde ichköstlichere Zusicherungen? wo tiefer dringenden Trost? Wem sollich glauben, wem soll ich vertrauen, wenn ich Deinem Worte,o Du höchste Wahrheit, nicht vertrauen könnte?

Dein Wort bleibe auch ewig in meiner Seele! Amen.