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letztem Büchern einen gleichen Rang mit den andern cinräumcn.Unter allen diesen zur heiligen Schrift anhangsweise bcigefngtenSchriften ist aber besonders das Buch der Weisheit, welchesman Salomo, wenn gleich ohne Grund, zuschreibt, so wie dieSittcnspriichc des weisen Jesus Sirach, besonders lehrreichund erbaulich.
Für den Christen sind jene heiligen Schriften des alten Te-staments allerdings von hohem Wcrthe, nicht nur, weil sie dieältesten Begebenheiten des menschlichen Geschlechts erzählen, son-dern weil ohne sie die Schriften des neuen Bundes nicht ver-standen werden können. In jenen Büchern des alten Bundesfind die beständigen Hinweisungen auf die Erscheinung des Mes-sias enthalten. Dieser Messias erschien — und die Schriftendes neuen Testaments, zunächst für die Juden, oder vielmehr fürdie Christen geschrieben, die aus dem Judcnthum bekehrt waren,weisen immer auf jene wieder zurück.
Wie die Bücher des alten Testaments dem israelitischen Volkedas größte Hciligthnm waren, so find eben dasselbe die Bücherdes neuen Testaments für uns Christen. Sie sind die Urquelle,aus der wir unsere Rcligionskenntnisse schöpfen.
Aus den vier Evangelien besonders lernen wir die eigenenWorte und Lehren Jesu Christi, des großen Stifters unserergöttlichen Religion, kennen. Matthäus, Markus und Lukasverfaßten die Lebensbeschreibungen Jesu für ihre aus dem Judcn-thumc bekehrten Mitchristcn in hoher Einfalt und Wahrheit;Lukas war cs auch, der auf Veranlassung des Thcophilus,eines vornehmen Christen, in der Apostelgeschichte die Schicksaleder allerersten Anhänger Jesu und besonders des thätigen Paulusbeschrieb, ungefähr dreißig Jahre nach Jesu Tod. Johanneshingegen, der ebenfalls das Leben Jesu in seinem Evangeliumbeschrieb, arbeitete dieses besonders und zunächst für solche Chri-