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Amos, eines Jesajas, Micha und Nahum, eines ObadjaundHabakuk, eines Zephania und Jeremias, deren Weis-sagungen, Ermahnungen und Drohungen wir noch jetzt in ihrenhinterlassencn unv zu sehr verschiedenen Zeiten abgefaßten Schrif-ten lesen.
Aber auch während der siebcnzigjährigen Wcgführung undSklaverei in den babylonischen Staaten fehlte cs den Unglück-lichen nicht an Lehrern und tröstenden Propheten, an einemEzechiel und Daniel; bis Cyrus, der König von Persien,Babylon eroberte, und den Israeliten gestattete, in ihr Vater-land zurückzukehrcn; den Zurückgckchrten predigten die ProphetenHaggai, Zacharias und Maleachi Buße und treues Haltenam.Gesetze Mosts.
Unter denen, welche aus der babylonischen Gefangenschaftzurückgekehrt waren, befand sich auch der weise Esra. Er wares, so wie Nchemia (2. Makk. 2, 13), der die zerstreutenBücher des alten Testaments' sammelte, wie wir sie noch jetzthaben. Zu ihnen fügte er auch das Buch Hiob, welches wahr-scheinlich zu den Zeiten Mosts, nach der Ansicht anderer Auslegerauch später, geschrieben worden war. Sein treuer Gehilfe warNehemia, der so, wie Esra, die Geschichte seiner Zeit ineinem eigenen Buche beschrieben, so wie eben dieser um Israelso hoch verdiente Esra sehr wahrscheinlich auch die Bücher derKönige und der Chronik geschrieben haben mag.
Zu dieser Sammlung heiliger Schriften find auch andere ge-than worden, welche, obwohl jenen nicht immer und von allenKirchenlehrern gleich gehalten, dennoch voll hoher Wahrheit undnützlichen Inhaltes find, wie das Buch Judith, Tobiä, die Ge-schichte von der Susann«, vom Bel und Drachen zu Babel, dasBuch Baruch, das Gebet Manasse, die Bücher der Makkabäeru. s. w.; daher es denn rührt, daß einige Kirchen auch diesen