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3 (1853)
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Micher. Denn sic enthält die ältesten aller Urkunden zur Ge-schichte des menschlichen Geschlechts. Wir erfahren ans ihr dieSchöpfung der Welt und des Menschen durch göttliche Macht,und den Ursprung des Guten und Bösen, und die Verheerungdes Erdballs durch eine furchtbare Ueberschwcmmung, die Sünd-fluth geheisten.

Von allein diesem gingen ähnliche Sagen unter den frühestenVölkern des Alterthums, die nichts von Moses und Abrahamvernommen. Sie erzählten die großen Ereignisse der ersten Welt-alter auf verschiedene Weise, nach ihren besonder» Vorstellungs-artcn und Erfahrungen, aber immer in den Hauptdingen über-einstimmend mit den heiligen Ueberlieferungcn, die wir durchMofis Hand empfingen.

Dieser Heerführer und Staatsmann hatte mit Sorgfalt dieältesten Nachrichten über sein Volk, die Enkel Abrahams, ge-sammelt. In aller ägyptischen Weisheit als königlicher Prinzunterrichtet, ward er das Werkzeug Jehova's, die Kinder Israelzu einem freien, selbstständigen Volke zu machen. Die Ge-schichte ihrer Schicksale und Gesetze setzte sein Nachfolger in derRegierung, Zosua, bis auf seine Zeit fort. Von da an lebtedas israelitische Volk in grofier Freiheit, ohne Könige, ohnebleibende Feldherren. Das Volk war in viele kleine Staatenvertheilt, Stämme geheißen, von einander unabhänging. Nurdie Stamm-Aeltestcn hatten obrigkeitliches Ansehen. Und wenndas Volk mit seinen Nachbarn in Krieg gerietst, erwählte cs dentapfersten Helden zum Oberhaupte, unter dem Namen einesRichters. Das Buch der Richter, worin diese Zeiten bc-,schrieben worden sind, rührt wahrscheinlich, so wie auch das BuchRuth, von dem Propheten Samuel her; so wie eben derselbegottbegeisterte Mann von den Büchern Samuelis das ersteBuch bis zum fünfundzwanzigsten Kapitel verfaßt hat.