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3 (1853)
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denselben, es will an keiner vorübergchcn, sondern alle Pflücken,so viel ihrer am Pfade stehen. Es folgt ihnen zu weit, undverliert den Weg und das Ziel der ganzen Reise, oder es behältnoch den Weg, aber verliert die Zeit. Der Tag neigt sich zumEnde; cs hat den Weg kaum halb zuriickgclcgt, und bleibt zuletztin dem Schauer der Nacht liegen, entkräftet und reuig, und sichtden Vater nicht.

Eine nicht minder gefährliche Klippe der Standhaftigkeit imGuten ist unser allzuängstlichcs Aufmcrken auf das Ur-theil, welches die Menschen über uns fällen könnten.Wir würden, nach unfern Uebcrzcugungen und Grundsätzen, öftersnach dem göttlichen Sinn Jesu handeln, wenn wir nicht fürchte-ten, von unfern Bekannten falsch verstanden, übel gedeutet zuwerden. Ja, es liegt in der Natur unserer Eigenliebe, daß unsnicht so sehr der Zorn und der Haß der Menschen von Ausübungunserer Pflicht, von der Vollbringung einer edeln That zurück-schrcckt, als vielmehr die Gefahr lächerlich zu werden, dasheißt, den Spott der Witzlinge zu erregen. Aber dessen Tugendist keine Tugend für Gott und Ewigkeit, welche schon aus Furchtvor einem witzigen Einfall eines Spötters stirbt; und der hat Gottnoch nie mit Innigkeit geliebt, der Pflicht und Gewissen verdrängt,um die Neckereien einiger Thoren zu vermeiden. Wer Jesumlieb hat, wer sein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz aufsich, und folge ihm nach! Nur wer bis an das Ende be-harre b, spricht Jesus, der wird selig. (Matth. 10, 22.)

Oft ist eigene Mutlosigkeit, Mangel des Vertrauensauf uns selber, die Hauptursache unserer Abtrünnigkeit vonden Grundsätzen der Tugend. Wenn cS geschieht, daß wir auchbeiden heiligsten Entschlüssen fehlen; daß wir, von unfern Leiden-schaften überrascht, alle Gelübde wieder vergessen haben, die wirin Stunden des Gebets und der Andacht dem Ewigen brachten: