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Beständigkeit des Christen.

Offcnb. Joh. 2, 10.

Sei stark, mein Geist, in jedem Leiden;

Dein Glaube kämpfe ritterlich!

Sei stark, das Laster stets zu meiden;

Im Kampf die Kraft vollendet sich.

Sei stark! Gott nennt die UebcrwindcrAn jenem Tage seine Kinder,

Setzt sie auf seines Sohnes Thron;

Kein Engel kann die Freude denken,

Die Jesus wird dem Sieger schenken.

Sei stark! Gott selber ist dein Lohn!

jHst Schönheit eine zarte, leicht verwelkende Blume; Reichthumein eitler Staub, der nie das Herz vollkommen froh machenkann; Hoheit, Würde, Ansehen, Ruhm ein Traum, den oft derNeid, oft die Verleumdung, immer der Tod löset; ist Tu-gend nur das schönste, dauerhafteste aller Güter, durch welcheserst die übrigen irdischen Annehmlichkeiten Werth empfangen,und welches, wenn sie alle fehlen, alle ersetzt woherdenn nach diesem allein wahren, nach dem edelsten aller Güterder Erden- und Geistcrwelt ein so geringes Streben? Warnmkämpfen nicht um die Wette alle Sterblichen nach diesem höch-sten Ziel?

Ach,-eine unselige Verblendung bcthört die Meisten! DesGeistes Unwissenheit, des GcmüthesRohheit macht siegegen dasGöttliche in ihrem Beruf gefühllos. Sie erkennen es nicht; sicvermuthen cs kaum. Ihrer Viele, den Thiercn gleich, leben,um nur Hunger und Durst zu stillen, Hitze und Kälte abzu-wchren. Und wenn sie es hoch bringen, wenn sie erhabener zu