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nachfolgenden Acußcrungcn und Handlungen voller Widerspruch,Andern zum unergründlichen Räthscl werden. Es schmeicheltihnen, daß Niemand ihre wahre Denkart erforschen kann. O derFeigen, sic haben keine Denkart mehr,, sondern nur eine selbst-süchtige Begier, die, wie Judas Jscharioth, das Ehrwürdigsteunterm Himmel im gleichen Augenblicke küßt und verräth.
Ich erkenne die beiden Hauptguellcn des Wankclmuths. —Aus welcher fließt nun mein eigener? Habe ich die Festigkeitdes Gemüths, welche ich von jedem achtungswürdigcn Menschenzu sehen begehre, und welche der Wille Gottes von mir for-dert? — jene Festigkeit und Größe der Denkart, dickem Sturmder Zeit bricht, und mit welcher Jesus Christus, mit welcherjeder seiner ersten Jünger freudig durch Noth und Tod zum hei-ligen Ziele ging? Gcrathen meine Thaten und Worte nie inWiderspruch mit meinen Grundsätzen und Lehren? Halte ich un-verbrüchlich jederzeit Zusage und Versprechen, was ich einmalvon mir gab? Und wenn nicht immer erlaubt ist, was ich denke:denke ich auch jederzeit, was ich rede? Ist kein Freund, keineFreundin vorhanden, dem oder der ich mit freiem Willen Treuegebrochen? Bewies ich in entscheidenden Augenblicken Scelcnstärkeund Heldenmuth, daß ich die Tugend, die Wahrheit, das Rechtnicht vcrläugnete, selbst wenn das Geständniß Gefahr brachte?
Unwandelbarer Gott, nur das Heilige und Vollkommene istunwandelbar! Darum gib mir Deines heiligen Geistes Kraftund Gnade, damit ich vollkommen werde, wie Du, mein Vaterim Himmel, vollkommen bist. Und tief und bleibend dringe DeinWort in mein Herz: Wachet, stehet im Glauben, seidmännlich und stark!