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Menschheit verloren hatte, und lehrte ihn als Schöpfer, alsVater, als Liebe anbeten und lieben, wie der erste der Sterb-lichen es in seiner Vollkommenheit gcthan. Darum wollte Jesus,der Göttliche, der Mensch solle, seines hohen Ursprungs würdig,nur in Gott leben; er solle die Welt, das Irdische, gering ach-ten, und nur nach dem trachten, was da droben ist; er solle ge-nügsam sein mit Wenigem, weil wir zur Bekleidung und Er-haltung unsers Körpers nur wenig gebrauchen; statt dessen seinenGeist mit der Erkenntniß der Gottheit und mit Betrachtung desHimmlischen erheben. Darum ermahnte er, den Willen seinesVaters zu vollbringen, als das höchste Lebcnsgeschäft anzusehen,nicht aber das Einsammeln von Schätzen, das Glänzen mit köst-lichen Kleidern, das Gcwalthabcn unter den Leuten. Er selbstgab das große Beispiel. Er zeigte, wie das Wiedereinswerdenmit der Natur und mit Gott möglich sei. Er verläugnete allesinnliche Bequemlichkeiten; er war mit dem Wenigen zufrieden,was ihn kleiden und nähren konnte; er lebte nur, um wohlthätigbeizustehen, um segensvoll zu wirken, um Freuden zu verbreiten,wie Gott; er achtete die vom gemeinen Menschen hochgepriesenenGüter der Welt gering, ja das Leben selbst so gering, daß eres den Sündern um der Sünde willen dahin gab. Heiligkeit desGeistes, Einheit mit Gott war ihm unendlich höhern Werthcs,als Schmerzen und Tod ihm jemals furchtbar sein konnten. Da-her ist die Kraft seiner Gemeinschaft in uns mächtig, indem siein uns Neues bewirkt und einen neuen Menschen schafft.
So steht in uns das doppelte Gesetz: das Gesetz Gottesin unscrm Gemüthe, das Gesetz der thterischen Lust inunfern Gliedern. Und blicke ich nun auf die Menschheit, wehe!wie tief im Irdischen liegt sic da versunken, wie unähnlich ihremersten Ursprünge, als wäre ihr niemals eine Kunde zugekommen,was sie ehemals gewesen, als hätte kein Christus gelebt, um