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zuletzt zu einem Geschöpfe der Kunst, unähnlich dem ersten Ur-sprung, getrennt von der Natur, getrennt vom Himmel, getrenntvon Gott, nur mit dem Irdischen eins und gemein. So aller-dings ward die Sünde erblich. Jrrthum, Sünde und Leiden-schaften, diese Entartungen oder Krankheiten der Seele, pflanztensich fort von Geschlecht zu Geschlecht, wie sich Krankheiten desLeibes fortpflauzen, wenn Aeltern, Kinder, Enkel und Urenkelin ähnlicher Unnatürlichkeit der Lebensart verharren. Und so istnun in uns ein doppeltes Gesetz, und der Mensch kämpft zwischenbeiden. So finde ich in inir nun, wie Paulus sagt, ein Gesetz,der ich will das Gute thun; denn ich habe Lust an GottesGesetz, nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber einander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Ge-setz in meinem Gemüth, und nimmt mich gefangen in der Sün-den Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. (Röm.7,21—23.)
Ach, wie oft sinkt der Geist hinab in die Gewalt des Irdischen;wie oft verschmäht er die Einfalt der Wahrheit für den Glanzdes Jrrthnms; wie oft das ewige Recht für die thierische An-muth einer Leidenschaft; wie oft die Heiligkeit und Reinheit desGemüths für den Beifall und das Ansehen unter sinnlich denkendenMenschen; wie oft das Ewige und Göttliche für das Niedrige,Vergängliche und Gemeine! Ich elender Mensch, seufzte derrveise Apostel, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes,das ist, von diesem sterblichen Leibe, von der Gewalt der Sinn-lichkeit, die allein aus ihm entspringt? Christus Jesus, derWeltcrlöser, ist's, der uns den Sieg gegeben hat. Er, durchseine himmlischen Mittheilungen, stellte in uns wieder das gött-liche Ebenbild her, wie es ursprünglich gewesen, indem er unswieder auf den Weg der Naturcinfalt und ewigen Wahrheit zu-rückleitete, auf welchem der gottgeschaffene Urmensch wandelte,indem er uns wieder mit Gott versöhnte, von welchem sich die