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3 (1853)
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leiden verächtlich zu machen, oder durch cdelmüthiges Verzeiheneiner Beleidigung seinem Widersacher eine Art Triumph zu ge-währen, oder durch Gemeinnützigkeit Spott auf sich zu ziehen.Man schämt sich, Christ zu sein; schämt sich, unter thierischenWesen seine englische, geistige Natur zu zeigen; schämt sich, dasGebot der Vernunft, die Lehren des göttlichen Lehrers, denWillen der Gottheit zu üben. Unglückseliger, seit wannhat der Wurm des Staubes größere Majestät, als der ewigeSchöpfer, daß du vor dem Urtheil des Wurms erröthest, undden Schöpfer verachtest? Seit wann ist der Heiland des Le-bens, der erhabenste Lehrer der Welt, seit wann ist der göttlicheJesus ein Flecken geworden im Leben und in der Welt, daß dues nicht wagen willst, ihn im Leben und vor der Welt zu be-kennen? Wehe dir, es kömmt ein Tag, eine Stunde, und dendu vor der Welt verläugnest, er wird dich wieder verläugnen!Nicht sein Mut, nicht sein Opfertod werden dann dich trösten;den du durch ein ganzes sündliches Leben verläugnetest, soll erdich für seinen Jünger erkennen, wenn eine flüchtige Todesangstdich seinen Namen rufen lehrt?

Besiege diesen falschen Ehrgeiz, lege jene falsche Schamhaf-tigkeit ab, erröthe nicht, unter schlechten Menschen ein guterMensch, unter leichtsinnigen, thierisch denkenden Menschen einbesonnener, geistiger Mensch zu sein, und du bist ein Christ!

Ist es denn so schwer, ein Christ zu sein? Q wahr-lich nicht. Mein Joch ist sanft, spricht Jesus, und meineLast ist leicht. (Matth. 11, 30.)

Das Christenthum befiehlt uns nichts, als dasjenige, waswir uns selbst zur Erhaltung innerer Zufriedenheit und Seelen-ruhe, zu unserm irdischen und ewigen Glück vorgeschrieben habenwürden. Du willst auf Erden ruhige und zufriedene Stundenleben? Wohl, das Christenthum bahnt dir den allein sichern