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3 (1853)
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Weg dazu. Du wünschest die Achtung, die Liebe deiner Mit-bürger zu besitzen? Das Christcnthum gibt dir die Mittel dazuan die Hand. Du wünschest das Vertrauen deiner Freunde,deiner Vorgesetzten zu gewinnen? Das Christenthum lehrt dich,wie du die Zuversicht aller guten Herzen, und selbst Glauben andeinen Edelmuth bei schlechten, verdorbenen Menschen erregenkönnest. Du wünschest in allen Gefahren kaltblütig, in allerNoth heiter, unter allen Schicksalen unerschütterlich zu bleiben?Dazu macht dich dein Zesus-Glaube, und sonst keine Macht derWelt, kein Erdengott. Du wünschest weniger Sorgen, wenigerKummer zu haben? Das Christenthum stärkt deinen Muth, deineDenkart; cs macht dich zufrieden mit dir und deinem Eigenthum;cs gewährt dir den hohen Trost, der nur aus dem Gedanken aneine'alles weise leitende Vorsehung hervorgcht. Du seufzestunter dem Druck deiner Neider, deiner Verleumder, deiner Ver-folger? Das Christenthum hilft dir diese Last tragen; es er-leichtert deine Bürde, es beschämt deine Feinde und verwandeltdeine Thränen in Lust, deine Niederlage in Triumph. Nichtumsonst tönt dir Jesu freundliche Stimme: Kommet her zumir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will eucherquicken! Du wünschest des Himmels schönste Gabe zuhaben, nämlich: unter allen Verhältnissen fröhlichen Gemüthszu sein? Das Christenthum gibt dir eiu frohes Bewußtsein,eine Heiterkeit der Seele, die immer von neuem wach wird, sooft du an Menschen, oder an Gott, oder an dieses und an jenesLeben gedenkst.

Wie nun, ist es denn so schwer, dein eigenes Glück zu bilden?so schwer, die schönsten Wünsche deines Herzens zu erfüllen? soschwer, deinen eigenen Willen zu thun, an dem dich nichts inder Welt hindert, als du dich selbst? so schwer, ein Christ zusein?