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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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gung zu Abenteuern zu sagen; und daß gewiß die meisten beizunehmenden Jahren sich bessern würden.

Dies ist nur allzu selten der Fall," crwiederte Butler,besonders bei denen, welche durch ihr Geschäft zu gewaltsamenund blutigen Thaten verleitet worden. Sie kommen früheroder später zu einem unglücklichen Ende. Erfahrung sowohl,als die heilige Schrift lehrt uns, daß die Rache den Gewalt-thätigen verfolgt, und der Todtschläger nicht die Hälfte seinerTage erlebt. Doch wollen Sie sich nicht meines Arms be-dienen, um an's Land zu steigen?"

Staunton bedurfte in der That der Unterstützung, indemer, bei seinen jetzt so veränderten Ansichten, der Gefühle ge-dachte, mit denen er ehemals diesen Ort betreten hatte. Alssie an's Land stiegen, hörte man ein fernes, dumpfes Donnern.

Das ist von böser Vorbedeutung, Herr Butler," sagte ^Staunton.

Intoimit luevum es bedeutet also Gutes," entgegneteButler lächelnd.

Die Bootsleute erhielten die Weisung das Schiff mit demGepäck um das Vorgebirge herum nach dem gewöhnlichen Lan-dungsplatz zu bringen; die beiden Männer, von einem Die-ner begleitet, suchten ihren Weg durch das dichte Gebüsch aufeinem wild verworrenen Pfade, um das Pfarrhaus, wo manihrer Ankunft wartete, so bald als möglich zu erreichen.

Die Schwestern hatten die Ankunft ihrer Gatten schon amvergangenen Tage vergeblich erwartet. Auch der Abend desheutigen nahte, und die Reisenden ließen sich noch nicht blicken.

Lady Staunton sah diese Verzögerung gewissermaßen als eineFrist an. Sie fürchtete den Unmuth ihres Mannes bei demdcmüthigenden Zusammentreffen mit ihrer Schwester, der seineganze unglückliche und schmachvolle Geschichte bekannt war.