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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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gen bleiben. Als sie abfahren wollten, kam ein Eilbote vonStaunton's Geschäftsführer in Edinburg an. Er überbrachteSchriften, die Staunton mit großer Aufmerksamkeit durchlas,und von dem Inhalt sehr bewegt schien. Sie waren gleichnach seiner Abreise von Edinburg ihm nachgeschickt worden,allein der Bote hatte ihn verfehlt und war bereits in Rose-neath gewesen, von wo er jetzt zurückkehrte, um ihm zu be-gegnen. Staunton schrieb sogleich eineAntwort nach Edinburgzurück, belohnte den Boten reichlich und machte cs ihm zurBedingung nicht zu rasten, bis er den Brief abgegeben.

Das Boot hatte schon eine Zeitlang auf sie gewartet, undsie schifften sich endlich ein. Es ging langsam vorwärts, dennsie fuhren gegen den Strom, und es mußte beständig gerudertwerden. Während der Fahrt that Staunton mit auffallendemEifer viele sehr umständliche Fragen an Butler über die hoch-ländischen Räuber, die seit dem Jahre 1745 diese Gegendenunsicher machten. Butler gab ihm die verlangte Auskunftund nannte dabei den Namen Donacha. Begierig erkundigtesich Staunton nach diesem Manne und allen, die zu ihm ge-hörten- Butler konnte wenig mehr hierüber sagen, als daßDonacha immer nur drei oder vier um sich habe, und nichtdarnach strebe Anführer einer größern Räuberbande zu sein.Er wisse nicht viel von ihm, sagte er, und die geringe Be-kanntschaft, die er bereits mit ihm gemacht, habe ihm ganzund gar keine Lust zu einer noch genauern eingcflößt.

»Und dennoch möchte ich ihn einmal sehen," sagte Staunton.

Das würde eine gefährliche Zusammenkunft sein, SirGeorg;oder Sie müßten ihn denn die verdiente gesetzliche Strafe empfan-gen sehen, und dann wäre es eine traurige Zusammenkunft."

Behandeln Sie jeden nach seinem Verdienst, Herr Butler,und wer entgeht dem Staubbesen? Doch ich spreche in Räth-