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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
149
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Als Staunton mit Butler allein war, ließ er Thec undKaffee bringen und fragte ihn dann nach einigem Zögern, ober kürzlich Nachricht von den Seinigen gehabt. Ein wenigverwundert über diese Frage antwortete Butler, er habe schonseit längerer Zeit keinen Brief erhalten, seine Frau führe keinesehr gewandte Feder.

So muß ich der Erste sein, Sie zu benachrichtigen, daßdie Ruhe Ihres Hauses in Ihrer Abwesenheit ist gestört wor-den. Meine Frau, welcher der Herzog von Argple erlaubt,einige Zeit in Roseneath zuzubringen, hat den Aufenthalt imPfarrhause vorgezogen, die Ziegenmolken näher zu haben, wiesie sagt, vermuthlich aber, weil die Gesellschaft der Frau But-ler ihr angenehmer ist, als die des Herrn HauptmannS vonKnockdunder."

Butler bezeigte sich vollkommen zufrieden mit dieser An-ordnung. Staunton dankte ihm für seine Gastfreiheit undfragte ihn, wann er nach Hause zu reisen gedenke.

In einigen Tagen, sagte Butler; seine Geschäfte seien be-endet, und er wünsche so schnell als möglich zurückzukehren.Da er aber eine beträchtliche Summe in daarem Gelbe undPapieren mitnehme, wolle er, um nicht allein zu reisen, aufeinige seiner Amtsbrüder warten.

Mein Geleit wird sicherer sein," sagte Staunton;ichdenke morgen abzureisen, und wenn Sie mir das VergnügenIhrer Gesellschaft gewähren wollen, übernehme ich es, Sieungefährdet in Ihre Heimath zu geleiten."

Butler nahm das Anerbieten dankbar an; einer vonStaun-ton's Bedienten wurde vorausgeschickt, um den Bewohnerndes Pfarrhauses ihre Ankunft anzumelden, und bald verbrei-tete sich die Nachricht durch das ganze Kirchspiel, der Pfarrerkomme mit einem vornehmen englischen Herrn und all dem