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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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«Ihr werdet mir doch nicht die Rechte kennen lehren, Nach-bar. Ich sage Euch, stände auch die ganze Porteousrotte da,wo jetzt dieser fremde Herr steht, der königliche Anwalt machtesich nichts damit zu schaffen."

«So schweigt einmal," fiel Frau Sattelbaum ein, «undlaßt den Herrn in Ruhe seine Tasse Thee trinken."

Doch Staunton hatte genug von dieser Unterhaltung. Aufsein Verlangen sagte Butler der Sattelbaum einige entschul-digende Worte und begleitete ihn zu seiner Wohnung. Hierfanden sie einen andern Gast, die Rückkehr Sir Georg Staun-ton'S erwartend.

Es war Ratcliffe- Durch seine Wachsamkeit und Treuewar dieser nach und nach zu den Posten eines Oberaufsehersdes Gefängnisses gestiegen, und unter diesem Titel hatte manihn Staunton als einen Mann empfohlen, der ihm vielleichtAuskunft über Annaple Dailzu geben könnte.

Mit welcher neuen unangenehmen Ueberraschung sah erjetzt seinen alten Bekannten Jakob Ratcliffe vor sich; denn ererinnerte sich augenblicklich seiner Züge. Der Unterschied zwi-schen Georg Robertson und Sir Georg Staunton täuschte so-gar Ratcliffe's Scharfblick, und er verbeugte sich sehr tief vordem Baronet und seinem Gast, den er um Entschuldigung bat,wenn er sich ihm als ein Bekannter aus früherer Zeit darstelle.

Und der einst meiner Frau einen wesentlichen Dienst ge-leistet," sagte Butler,wofür sie Ihnen ein dankbares Anden-ken sandte. Ich hoffe, Sie haben es richtig erhalten, und esist Ihnen nicht unwillkommen gewesen."

Ei, zum Teufel, das wollt' ich meinen," erwicderte Rat-cliffc mit einem pfiffigen Kopfnicken;aber Sie haben sichrecht zu Ihrem Vortheil verändert, Herr Butler, seitdem ichSie nicht gesehen habe-"

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