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stürzte, der dem Schlund eines Vulkans glich. Das Getöse, dasSprühen des Wassers, welches allen Gegenständen umher einschwankendes Ansehen gab, das Zittern des gewaltigen Felsensselbst, auf dem sie sich befanden, das Unsichere ihres Standpunktesauf dem spitzen steilen Felsenriff, der kaum Platz genug zum Ste-hen darbot, alles dies zusammen genommen war von so gewalti-ger Wirkung auf Ladp Staunton's Einbildungskraft, daß sie Da-vid zurief, sie falle, und sie wäre in der That vom Felsen herab-gestürzt, hätte er sie nicht festgehalten. Der Knabe besaß zwarKraft und Kühnheit genug für sein Alter, er war aber erst vier-zehn Jahr. Sein Beistand flößte ihr kein Vertrauen ein, und siefühlte, daß ihre Lage höchst gefährlich sei. Wie leicht konnte erselbst von ihrer Furcht und ihrem Schwindel angestcckt werden,und dann war es um Beide geschehen. Sie schrie laut vorAngst, ohne Hoffnung jedoch, Hülfe dadurch zu errufen. Zuihrem Erstaunen antwortete ein Pfeifen von oben, so scharf undhell, daß es durch das Geräusch des Wasserfalles gehört wurde.
In diesem Augenblick des Schreckens und der Bestürzungblickte aus einer Felsenkluft über ihnen ein dunkles Menschcn-gesicht auf sie herab mit schwärzlich grauem, struppigem Haar,das über Stirn und Wange hing, und sich mit Kinn- undBackenbart von gleicher Farbe mischte und verwirrte.
»Es ist der Teufel!" rief der Knabe, beinahe unfähig,Ladp Staunten zu unterstützen.
„Nein, nein," sagte sie, die der Furcht vor übernatürlichenDingen weniger zugänglich, nun ihre Geistesgegenwart wie-der gewann, »cs ist ein Mensch. — Um Gotteswillen, meinFreund, steht uns bei!"
Das Gesicht starrte sie an, antwortete aber nicht- EinenAugenblick darauf erschien noch ein anderes neben jenem. Es warein junger Bursche, ebenfalls schwarzbraun und rußig, mit star-