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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Nie," sagte Jeanie scherzend,seit der bezauberten Prin-zessin im Kindermärchen, der die Goldstücke aus ihren blondenLocken fielen. Aber geh nun, Pfarrer, und lege das Geldfort, sonst wünsche ich es wieder in den alten braunen Topfzurück; wir sind hier zu nah an den Bergen, und müssen nichtsehen lassen, daß wir so viel im Hause haben. Und Knock-dunder darf es auch nicht wissen, sonst läßt er nicht einenPfennig von dem geforderten Kaufpreis herunter."

Jeanie zeigte hier, daß sie etwas von ihres Vaters Schlau-heit in Betreff weltlicher Angelegenheiten ererbt, hatte siegleich mit ihren Schätzen nichts anders anzufangen gewußt,als daß sie sie barg und aufhäufte. Und Rüben Butler warein verständiger Mann, er ging und that wie seine Frau esihm riet-.

Die Neuigkeit, daß der Pfarrer das Gütchen Craigsturegekauft, verbreitete sich bald. Einige wünschten ihm Glück,Andere beneideten es ihm. Da nun seine Amtsbrüder ver-nahmen, er müsse sich, um die Kaufsumme zu erlegen, amnächsten Pfingstsonntag nach Edinburg begeben, dort einigeausstehende Gelder von David Deans Erbschaft einzuziehen,so bedienten sie sich dieser Gelegenheit, und ernannten ihn zuihrem Abgeordneten bei der großen kirchlichen Versammlung,welche gewöhnlich zu Ende des Monats Mai dort stattsindet-