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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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dürfte. Jeanie hatte Staunton's eigenes Bekenntniß stetsheilig geachtet, und bei ruhigem Nachdenken sah sie Esfie'sBrief aus demselben Gesichtspunkte an, und erwähnte gegenNiemand etwas davon.

Sie schrieb ihrer Schwester, daß sie ihren Brief erhalten,bat sie um öftere Nachrichten, und erzählte ihr Manches vonihrem eigenen häuslichen Leben. Bei diesem Bericht fühltesie sich sonderbar hin und her gezogen; denn zuweilen ent-schuldigte sie sich, zu einer Frau von Stande von so unbedeu-tenden Dingen zu reden; und dann erinnerte sie sich wieder,daß Alles, was sie betreffe, ihrer Schwester nicht unwichtigsein könne. Das Geld zurückzusenden, schien ihr stolz undunfreundlich- Sie nahm sich daher vor, cs für ihre Kinderbei Seite zu legen, zu ihrer künftigen Ausstattung, oder umihnen eine bessere Erziehung zu geben, als ihre eigenen Mit-tel es erlaubten.

Die nächste Woche führte den Herzog nach Roseneath, under ließ bald darauf die Bewohner des Pfarrhauses wissen, erwerde in der Nachbarschaft desselben jagen, und ein Nacht-lager dort annehmen; eine Ehre, welche er ihnen schon einige-mal erzeigt.

Effie hatte richtig vorausgesehen. Der Herzog hatte sichkaum zur Rechten der Frau Butler am Tisch niedergelassen,und schnitt eben die fette gemästete Henne vor, welche auser-koren worden, das Mahl bei dieser ehrenvollen Gelegenheitzu zieren, als er von Lady Staunton von Willingham inLincolnshire zu sprechen begann, und von- dem Aufsehen, wel-ches ihr Witz und ihre Schönheit in London machten. AufManches hiervon war Jeanie vorbereitet allein Efsie'sWitz! dies wäre ihr nie eingefallen, da sie nicht wußte, wieKerker von Edinburg. III. 8