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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Ivo

keinem Deiner vornehmen Freunde nähern, und wenn auchkeine Gefahr für mich dabei wäre."

Es ist keine Gefahr, es soll keine Gefahr sein," sagte Jeanieeifrig. ,,O Esfie, sei nicht eigensinnig, folge nur diesmal. Wirkönnen so glücklich mit einander sein! Komm zu uns, Deineneigenen, theuersten Freunden zurück. Eine alte Hecke gibtbessern Schutz, als ein neugepflanzter Wald."

Du sprichst vergebliche Worte, Jeanie. Was geschehenist, muß geschehen bleiben. Ich bin verheirathet, und mußmeinem Manne folgen in Glück und Unglück."

Verheirathet, Esfie!" rief Jeanie aus-Unglückliches Ge-schöpf! Und an jenen Furchtbaren"

Still, still," sagte Esfie, ihr die Hand auf den Mund le-gend, indem sie mit der andern nach dem Dickicht hindcutete:Er ist dort!"

Sie sagte dies in einem Tone, welcher bewies, ihr Mannhabe ihr eben so viel Furcht als Liebe eingeflößt. In diesemAugenblick trat ein Mann aus dem Gehölz hervor.

Es war der junge Staunton. Selbst bei dem undeutlichenLicht des Mondes konnte Jeanie bemerken, daß er schön ge-kleidet war und das Ansehen eines Mannes von Stande hatte.

Esfie," sagte er,unsere Zeit ist beinahe vorüber dasBoot wird wieder in der Bucht sein, und wir dürfen nichtlänger verweilen. Deine Schwester wird mir hoffentlicherlauben, sie zu begrüßen?" Doch Jeanie bebte vor seinerbrüderlichen Umarmung zurück.Nun," sagte er,cs liegtnicht viel daran; wenn Ihr auch das Gefühl der Abneigungbewahrt, so handelt Ihr wenigstens nicht darnach, und ichdanke Euch für Eure Rücksicht gegen mein Gehcimniß, wo einWort welches ich in Eurer Stelle sogleich würde ausge-sprochen haben mir das Leben gekostet hätte. Man sagt,