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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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allen diesen Schönheiten der Natur ward Jeanie von demAnblick der treuen alten Marie Hettly gerührt, als diese inihrer weißen Mütze, ihrem braunen Sonntagsrock und ihrerblauen Schürze die Thür öffnete, sie zu empfangen. Diegute Alte theilte Jcanic's Freude, und zögerte nicht, ihr dieVersicherung zu geben, sie habe alle mögliche Sorgfalt fürihren Vater sowohl als für das Vieh getragen.

Sie trennten sich dann auf einige Zeit von den Uebrigen,und Marie eilte mit ihrer jungen Gebieterin zu dem Stall,um sie von dem Gedeihen des ihr anvertrauten Guts zuüberzeugen. In der Einfalt ihres Herzens hatte Jeanie einerechte Freude daran, ihre Pflegebefohlnen wiederzusehn; undihre sprachlosen Günstlinge verriethen durch Brüllen, Umwen-den ihrer breiten Stirnen, als Jeanie sie bei Namen rief,und andre Zeichen, nur denen bekannt, welche die Art derThiere beobachtet haben, daß sie sich ihrer Gegenwart bewußtwaren, und sich ihrer Liebkosungen freuten-

Das unvernünftige Vieh sogar freut sich, Euch wiederzu-sehen," sagte Marie,aber es ist auch kein Wunder, Jeanie,denn Ihr seid gut gegen Thiere und Menschen. Und ich darfEuch wohl gar nicht mehr Jeanie schlechtweg nennen, nunIhr in London gewesen seid und den Herzog gesehen habt,und den König und all die vornehmen Leute. Aber werweiß," fügte sie schlau hinzu,wer weiß, was für einen an-dern Titel man Euch bald zu geben hat, denn Deans wer-det Ihr wohl nicht lange mehr heißen."

Nenne mich nur Deine Jeanie, Marie, dann gibst Dumir immer den rechten Namen."

Es war eine Kuh im Stall, auf welche Jeanie lange stillhinblickte, bis ihr Thränen in die Augen traten. Marie hattesie mit theilnehmendem Gefühl beobachtet, und mit leisem Ton

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